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Touren 2020


irgendwann im März: Saison-Eröffnungstour (Wolfram)

April, Mai, Juni: Tourguides gesucht







Fahren in Gruppen

Gruppenfahren ist ganz einfach: Man trifft sich bei demjenigen mit dem spießigsten Nachbarn (Anfahrt mit großem Getöse ist selbstverständlich). Man läßt die Motoren warmlaufen bis alle da sind, dann gehts los. Man packt sich in einen wilden Haufen und brennt um die Kurven, dass es nur so qualmt und die Omis die Fensterläden schon mal dichtmachen, wenn die Meute noch nicht mal in Sicht ist. Der Führende bestimmt wohin und wie schnell, der Rest muß eben nachziehen. Mangelnde Leistung kann durch riskante Fahrweise wettgemacht werden. Sobald dem ersten das Benzin ausgeht hält man wieder an und orientiert sich neu.... (zitiert aus : RRR-FAQ)

So nicht ? Na gut.
Eine Gruppe neigt zwar dazu, Dynamik zu entwickeln, z.B. durch die Verkehrsverhältnisse oder unterschiedlicher Ansprüche an Geschwindigkeit. Aber es gibt ein allgemein akzeptiertes Regelwerk für das Motorradfahren in verschiedenen Gruppengrößen, was die Dynamik begrenzt und letztendlich Harmonie und Fahrspaß erhöht.

Kleingruppen (bis 4)

  • Der Tank ist beim Start voll.
  • Jeder achtet auf seine(n) Hintermann/-frau.
    Wenn der/die plötzlich weg ist, sofort anhalten und warten!
  • Versetzt fahren, zusammenbleiben und - insbesondere Innerorts - keine großen Abstände zueinander halten. Nur so sind geschlossene Überholmanöver möglich und Ampeln können die Gruppe nicht trennen.

Gruppen (5-10)

  • Jeder Teilnehmer kommt mit vollem Tank zum Treffpunkt.
  • Am Anfang steht eine Routenbesprechung, in der jeder Teilnehmer zumindest grob über den Streckenverlauf informiert wird und Treffpunkte vereinbart werden, wo man im Zweifelsfalle wieder zueinander findet.
  • Sinnvoll ist es, Handy-Nummern auszutauschen
  • Die Aufstellung: vorn der Tourguide, dahinter sortieren sich die Anfänger, Fahrer mit wenig Fahrroutine oder geringerer Motorleistung, sowie die Fahrer, die eher ruhig fahren wollen, ein. Es folgen die anderen Fahrer. Den Abschluß macht ein routinierter Fahrer, der die Gruppe von hinten zusammenhält. Hier ist die Dynamik (beschleunigen, bremsen) am größten
  • Gefahren wird in der Gruppe regelmäßig zweispurig: Der Tourguide fährt links, der nächste rechts versetzt, der übernächste wieder links usw..
    Dies bietet eine optimal Mischung aus Sicherheitsabstand und Konvoilänge. Auch bei Stopps schließt die Gruppe so dicht wie möglich zueinander auf, um beim Weiterfahren nicht auseinandergerissen zu werden.
    Auf schmalen Sträßchen und natürlich insbesondere in Kurven streckt sich der Konvoi, alle fahren auf einer bzw. jeder auf seiner Linie.
  • Innerhalb der Gruppe wird nicht überholt! Es sei denn, man muss dem Tourguide ührer eine dringende Information zukommen lassen.
  • Das Überholen anderer Verkehrsteilnehmer : Der Tourguide überholt grundsätzlich nur dann, wenn mindestens drei weitere Teilnehmer aus seiner Sicht problemlos mitziehen können und der Rest der Gruppe aufgrund der Verkehrssituation auch bald nachziehen kann. Alle Überholenden drosseln auch nach dem Wiedereinscheren nicht das Tempo - das würde nachfolgenden Überholern die Lücke zum Einscheren nehmen! Nach dem Wiedereinscheren ist zunächst ganz rechts zu fahren, um dem nachfolgenden Überholer wenigstens den Raum der linken Fahrbahnhälfte freihalten zu können. Erst danach wird dann wieder die gewohnte Position in der Gruppe eingenommen.
    Immer gilt: Jeder ist für eigene Überholvorgänge selbst verantwortlich! Blindes Mitziehen bei Überholmanövern ohne subjektive Einschätzung der Situation ist lebensgefährlich!
  • Wer tanken muss zieht bis zum Tourguide vor und signalisiert diesem "End of Sprit". Der Tourguide führt zur nächsten Tanke. Dort tanken alle!
  • Es werden regelmäßig Pausen eingelegt. Hier kommt die Gruppe wieder zusammen, man kann über den Fahrstil des Tourguide meckern oder eine andere Sortierung vorschlagen. Auftretende Ärgernisse und Probleme bitte nicht runterschlucken!
  • Jedermann/frau ist für seine/n Hintermann/frau verantwortlich!. Wird er/sie plötzlich langsamer oder bleibt gar stehen, so tust Du das auch! Ist Dein Hintermann plötzlich weg, so hälst Du sofort an.
    Dies wird konsequenterweise die gesamte Gruppe zum Stehen bringen. Die Gruppe bleibt dann auch am Fahrbahnrand stehen! Lediglich der Tourguide wendet und bringt die Ursache für den Stillstand in Erfahrung!
  • Es gibt keinen Veranstalter, niemanden, den man haftbar machen kann. Es gilt: Die Teilnahme an einer solchen Tour geschieht zu 100% auf eigenes Risiko!

Truppen (> 10)

Da eine derart große Truppe beim besten Willen nicht zusammenzuhalten ist, verabschiedet man sich von diesem Ansatz und nimmt in Kauf, dass die Truppe zwangsläufig durch Ampelstopps, Abbiegemanöver etc.pp. in viele Einzelgruppen zerfällt, die sich über mehrere Kilometer hinziehen können.
Dass die gesamte Truppe dennoch die gleiche Tour fährt, wird dadurch erreicht, dass an Abbiegepunkten ein Teilnehmer (anstelle der gesamten Vorhut) wartet, bis die gesamte Truppe den Abbiegepunkt passiert hat.
Und so lässt sich das ganze realisieren:

  • Der Führende und der Letzte (Schlussmann) der Truppe werden deutlich erkennbar markiert (z.B. durch eine Sicherheitsweste), so dass sie von allen Teilnehmern als Führender bzw. Schlussmann zu identifizieren sind.
  • An jedem Abbiegepunkt bleibt der jeweils aktuell zweite Fahrer stehen und markiert somit den Abbiegepunkt und leitet die gesamten Truppe in die richtige Richtung bevor er sich dann am Schluss der Truppe (der letzte Mann ist ja gut erkennbar) vor dem Schlussmann wieder einsortiert.
  • Der Führende wird - um ein zu großes Auseinanderziehen der Truppe und damit lange Wartezeiten des Abbiegepunktmarkierers zu vermeiden - in regelmäßigen Abständen an geeigneter Stelle (Parkraum!) anhalten, um die Truppe zu verdichten.
  • Da es somit innerhalb der Truppe keine fixe Position für die einzelnen Teilnehmer gibt und auch die Versetztfahrregel immer wieder durch Wegfall des Fahrers an der zweiten Position eine Neusortierung erfordert, kann man das Überholverbot innerhalb der Truppe aufheben. So kann dann innerhalb der Truppe jeder seinem eigenen Fahrstil frönen; die schnelleren Fahrer können das Feld (vorsichtig!) von hinten immer wieder aufmischen, müssen dafür aber öfter stehenbleiben und den Markierer spielen.

Ob das sauber funktioniert, hängt von der Pfiffigkeit des jeweils aktuellen zweiten Fahrers (und damit von jedem Teilnehmer, weil ja jeder mal zweiter ist) ab:
Wichtig ist, dass der Markierer nicht übersehen wird; der jeweils aktuelle Zweite sollte sich gut überlegen, wo er anhält um den Abbiegepunkt zu markieren. Dies wird vom Führenden unterstützt, in dem dieser Richtungswechsel sehr zeitig signalisiert.
Wenn dennoch ein Teilnehmer den Markierer übersehen sollte, sollte dieser den nächsten Fahrer anhalten und zum Einfangen des Ausreißers motivieren. Darüber hinaus hält er natürlich den Schlussmann an damit dieser auf die Rückkehr der Penntüte samt Fänger warten kann!
Für den Fall, dass der aktuell Zweite gerade mal pennt, sollte sich vorsichtshalber auch der Dritte darauf einrichten, im Zweifelsfalle die Aufgabe der Schlafmütze zu übernehmen!
Den zweifelsfrei langweiligsten Part übernimmt der Schlussmann, denn er muss der Truppe lediglich hinterherzockeln. Es spricht aber nichts dagegen, bei einer Pause oder Rast den Schlussmann zu wechseln.

 © 2008 by w.w.z. /   das Kleingedruckte